Fischereiliches Monitoring Mühlenkanal

Fischereiliches Monitoring des Mühlenkanals


Um die Entwicklung des Fischvorkommens im Mühlenkanal zu erfassen und bewerten zu können, führen wir als Pächter der Fischereirechte seit 2018 eine jährliche Elektrobefischung in verschiedenen Teilabschnitten des Gewässers durch. Der Mühlenkanal ist ein weitgehend künstliches Fließgewässer und stark anthropogen geprägt. Fischbesatz findet nach mit Ausnahme von Aalen (in Form einer geringen Anzahl Glasaale) und Junglachsen nicht statt. Trotz der fehlenden Durchgängigkeit und weiterer negativer Einflüsse, wie z.B. der Verlandungstendenz in vielen Teilabschnitten oder der stoßweisen Belastung durch Oberflächenwasser bei Niederschlägen mit allem, was sich auf den Straßen so ansammelt, ist der Fischbestand durchaus artenreich und deutlich von der Ilme geprägt. 

Ein Auszug aus den Ergebnissen der Befischungen wird hier vorgestellt.


Elektrofischerei – kurz erklärt:
Bei der Elektrofischerei wird im Wasser ein elektrisches Feld aufgebaut, mit dem die im Wirkungsbereich vorhandenen Fische kurzzeitig betäubt werden. Sie können so nach Art und Größe bestimmt werden. Fachgerecht angewandt ist dies eine sehr schonende Methode, Aussagen über den Fischbestand eines Gewässer zu erhalten. Die Elektrofischerei darf ausnahmslos nur nach behördlicher Genehmigung von speziell ausgebildeten Personen mit entsprechender Sachkenntnis und Ausrüstung durchgeführt werden.


Befischte Teilabschnitte des Mühlenkanals

Ergebnisse

Folgende Galerie zeigt die Gesamtergebnisse der bisher durchgeführten Befischungen aufgeschlüsselt nach Arten und Abschnitten:

Ergebnisse 2021

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Einige Portraits der kleinen und großen Fänge:

Im nackten Bachbett sind Strukturen wie ins Wasser gestürzte Äste bei den Wasserbewohnern sehr begehrt (Foto: R. Eikenberg)

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Und welche Aussagen können aus den Daten herausgeholt werden?

Beispielsweise, dass die Anzahl der Arten pro Abschnitt von unterstrom (Abschnitt 1) nach oberstrom (Abschnitt 5) abnimmt. In die Abschnitte 1a und 1b können grundsätzlich Fische von der Ilme aus einwandern. Daran hindert sie auch ein Biberdamm kurz vor der Mündung in die Ilme nicht (bei Hochwasser wir er sowieso von der Ilme aus überstaut). Die vier historischen Mühlenstandorte sind dagegen flussaufwärts praktisch nicht passierbar. Und während in den oberen Abschnitten hauptsächlich Bachforelle, Elritze und Groppe das Arteninventar bilden, können im Unterlauf (Abschnitt 1) auch Hecht, Rotauge oder Flussbarsch angetroffen werden.

Zur Bachforelle:

Auch die Entwicklung der Verkommen von Kleinfischarten, wie hier Mühlkoppe und Elritze können beobachtet werden: 

Fragen dazu? Schreiben Sie uns gerne eine Mail: info@fischereiverein-einbeck.de

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