Projekte im Natur- und Artenschutz

Der Fischereiverein Einbeck e.V. (FVE) betreibt aktiven Natur- und Artenschutz. Dabei stehen explizit nicht nur die Fische im Vordergrund, sondern das gesamte potentielle Arteninventar der Flora und Fauna und insbesondere der Lebensraum an sich. Allein auf diese Weise können wir unsere Gewässer, ihr Umfeld und deren Bewohner angemessen erhalten, schützen und pflegen. Letztlich kommt dies natürlich auch dem Angelerlebnis zugute.

Nachfolgend finden Sie eine zusammenfassende Auflistung unserer aktuellen Aktivitäten.
(Detaillierte Beschreibungen folgen nach und nach…)

Erhalt und der Förderung der lokalen Bestände der Äsche

Gemeinsam mit dem Anglerverband Niedersachsen e.V. als Projekt-Koordinator wollen wir die Bestände der Äsche (Thymallus thymallus) in Niedersachsen erhalten und fördern. Ziel ist, in den betreffenden Gewässern mit Hilfe der Ilme-Äschen wieder sich selbst erhaltende Bestände aufzubauen.

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Wiederansiedelung von Großsalmoniden

Bereits seit 2001 beteiligt sich der FVE zusammen mit mehr als 30 weiteren Angelvereinen an der Wiederansiedlung des Atlantisches Lachses (Salmo salar) im Leinesystem. Eine schwierige Aufgabe, die nur in kleinen Schritten bewältigt werden kann. Die wesentlichen Bausteine sind der jährliche Besatz mit Jungfischen und die Pflege und Herstellung geeigneter Laich- und Aufwuchshabitate.

Mittlerweile ist auch die Meerforelle (Salmo trutta trutta), eine anadrome Wanderform der Bachforelle (Salmo trutta fario), die eine dem Lachs sehr ähnliche Lebensweise hat, dazugekommen.

Stützung der Bestände des Europäischen Aals

Der Europäische Aal (Anguilla anguilla) ist zwar in den heimischen Gewässern noch immer allgegenwärtig, aktuell in seinem Fortbestand jedoch stark gefährdet. Aufgrund seiner Lebensweise, die jedem Tier zweimal in seinem Leben einen Weg von mehr als 7.000 km (!) abverlangt, haben die menschlichen Einflüsse große Auswirkungen auf die Bestände.

Insbesondere die (meist illegale) Glasaalfischerei birgt das Potential, den Aal an den Rand des Aussterbens zu bringen. Hinzu kommzt, dass die laichreifen, abwandernden Tiere in großer Zahl bei der Passage Wasserkraftanlagen verletzt oder getötet werden. Die Angelfischer können bisher nur aktiv bei der letzten Etappe der Jungfische mithelfen, indem sie jedes Jahr viele Millionen Glas- und Steigaale in den Fließgewässern aussetzen.

Förderung von Kleinfischen

Strömungsliebende Kleinfische wie beispielsweise Elritzen (Phoxinus phoxinus), Groppen (Cottus gobio) oder Bachneunaugen (Lampetra planeri) kommen in unseren Pachtgewässern noch bzw. wieder in großer Zahl vor. Der FVE fördert diese Arten, insbesondere durch Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur, aber auch durch Besatz.

Für unsere Stillgewässer ist der Bitterling (Rhodeus sericeus amarus) typisch, der auf das Vorhandensein von Großmuscheln angewiesen ist, in welche der Laich abgelegt wird. Beide Arten werden durch Besatz und aktive Gewässerpflege gestützt.

Wiederansiedlung des Edelkrebses

Der Edelkrebs (Astacus astacus) als größter heimischer Vertreten der Großkrebse in Mitteleuropa soll in unseren Gewässern wieder heimisch werden. Das Projekt wird von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert.

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Förderung der Durchgängigkeit des Krummen Wassers

Das Krumme Wasser oberstrom von Einbeck ist durch mehrere alte Wehre in einzelne, voneinander abgetrennte Abschnitte gegliedert. Der FVE plant, das erste dieser Wehre durch eine leichte Anpassung mit Unterstützung des Leineverbandes ökologisch durchgängig zu gestalten.

Strukturelle Aufwertung des Einbecker Mühlenkanals

Der von der Ilme gespeiste Einbecker Mühlenkanal ist ein künstliches Fließgewässer mit großer kulturhistorischer und ökologischer Bedeutung. Im Mittelalter als Wasser- und Energielieferant für die Stadt und ihre Bürger angelegt, war er im 20. Jahrhundert durch industrielle Nutzungen als Entsorgungsgerinne für Abwasser geprägt. Der FVE plant mit Unterstützung des Leineverbandes, durch einfache, aber effektive Maßnahmen die Gewässerstruktur deutlich zu verbessern und den Mühlenkanal als Laich- und Aufwuchsgewässer zu fördern.

Strukturelle Aufwertung unserer Stillgewässer

Der Kolonieteich ist seit langem alljährlich Anlaufpunkt von Amphibien und dient ihnen als Laichgewässer. Auch der Eisvogel ist dort häufiger Gast. Durch die Förderung von standortypischer Vegetation, einem sinnvollen Fischbesatz und dem Zulassen vom früher konsequent entfernten „Wildwuchs“, soll die Biotopqualität deutlich gebessert werden.


All diese Maßnahmen kommen letztlich dem Angel- und Naturerlebnis der Mitglieder und der gesamten Bevölkerung zugute.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an info@fischereiverein-einbeck.de oder direkt an den Vorstand.