Fisch des Jahres

Fisch des Jahres

Der „Fisch des Jahres“ wird seit 1984 jährlich vom Deutschen Angelfischer-Verband (DAFV, ehem. Verband Deutscher Sportfischer, VDSF), dem Österreichischen Kuratoriums für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF) und vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Abstimmung mit dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) gewählt. Es sind Arten, die aus verschiedenen Gründen in ihrem Bestand stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht sind.

Liste der Fische des Jahres seit 1984 (externer Link).


Fisch des Jahres 2016 ist der Hecht (Esox lucius).

WP_20151016_11_27_38_Pro (2)In den Einbecker Gewässern kommt der Hecht hauptsächlich in der Leine und der unteren Ilme sowie dem unteren Mühlenkanal vor. Vereinzelte Exemplare werden nach Hochwässern, bei denen u.U. die Wehre passierbar sind, auch weiter oberstrom und sogar im Krummen Wasser gesichtet.

Insbesondere die Leine ist als Lebensraum für den (erwachsenen) Hecht geeignet, denn sie bietet genügend Struktur, d.h. Standplätze, und Futterfische. Da der Hecht aber zur Reproduktion – Laichzeit ist im März/April – ruhige, möglichst stehende Bereiche benötigt, wird ein Großteil des Bestandes seine Kinderstube nicht in der Leine selbst, sondern in den mit der Leine verbundenen Kiesseen bei Northeim und in der Geschiebesperre im Hochwasserrückhaltebecken (HRB) haben.

Hechtrevier – Die Leine bei Volksen

Die Altarme der Leine, die nach ihrem Ausbau und der Laufverkürzung zum Bau des HRB geblieben waren, sind aktuell bis auf wenige Ausnahmen verlandet. Diese würden als typische Auenbestandteile perfekte Fortpflanzungsbedingungen – nicht für den Hecht – bieten. Gerade unter dem Gesichtspunkt, dass in der ausgebauten Leine wegen der starken Strömung kaum Möglichkeiten zur Fortpflanzung bestehen.

Hecht im Mühlenkanal

Hecht im Mühlenkanal

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