Leine

Die Pachtstreche des größten und vielseitigsten Gewässers, das wir befischen können, beginnt an der Einmündung der Stöckheimer Beeke innerhalb des Hochwasserrückhaltebeckens Salzderhelden (HRB) und endet am Leineturm. Auf diesen etwa 8 Kilometern ändert der Fluss ständig sein Gesicht.

Hier im oberen Mittellauf der Leine hat sie natürlicherweise den Charakter der Äschenregion am Übergang zur Barbenregion. Durch die jahrhundertelangen direkten und indirekten Einflüsse des Menschen ist davon jedoch nicht mehr viel vorhanden. Im Bereich des HRB Salzderhelden ist die Leine ausgebaut und begradigt, wobei dies innerhalb der Polder schon nicht mehr auf den ersten Blick zu erkennen ist. Durch eine eingeschränkte Unterhaltung der Uferstreifen und mittlerweile recht dichten Bewuchs ist die Leine dort nicht mehr die „Rennstrecke“, als die sie sich nach dem Ausbau dargestellt hat. Trotzdem fließt sie noch immer recht zügig über den kiesig-steinigen Grund.

Unterhalb der Eisenbahnbrücke der „Ilme-Bahn“ verläuft die Leine in großen Schleifen durch die Taulaue. Durch die mächtigen Auelehmdecken sind die Ufer dort meist sehr steil und hoch, dafür aber von einem größtenteils alten Baumbestand aus Weiden, Erlen und Pappeln gesäumt. Die Außenkurven sind mit Steinwurf gesichert. Hier strömt der Fluss deutlich gemächlicher dahin als in der Ausbaustrecke.

Unter Volksen finden sich noch die Reste eine alten Stauwehres („Hellemühle“) in der Leine. Die tiefen Kurven im Oberwasser des Staus sind bei normalem Wasserstand mehr als sechs Meter tief. Unterhalb der Einmündung des ehemaligen (heute trockenen) Mühlengrabens folgt ein kurzes Stück Leine, welches die Nachbarvereine gepachtet haben. Von der Einmündung des Wambaches bis zum Leineturm ist der FV Einbeck dann wieder Pächter (linksseitig).

Der Fischbestand ist nach mehreren Jahren, in denen der Kormoran sehr zahlreich auf der Leine gejagt hat, wieder recht gut. Weißfischarten sowie Äschen und Bachforellen bilden den Grundstamm. Auch wenn der Weißfisch- und Äschenbestand noch in keiner Weise an den von vor etwa zwanzig Jahren herankommt, so werden die Fänge von Jahr zu Jahr besser. Dementsprechend werden auch wieder mehr Raubfische wie Hechte oder Barsche gefangen.

An der Leine kommt vom Stipper über den Aalangler bis zum Fliegenfischer jeder auf seine Kosten.

Fischarten
Aal, Aland, Äsche, Atlantischer Lachs, Bachforelle, Bachneunauge*, Bachschmerle*, Barbe, Brachse, Döbel, Dreistachliger Stichling, Elritze*, Flussbarsch, Giebel, Gründling, Güster, Hasel, Hecht, Karpfen, Meerforelle, Quappe, Regenbogenforelle, Rotauge, Rotfeder, Schleie, Ukelei, Wels, Zander, Zwergstichling*

Befischung
Die Leine darf, unter Beachtung der Schonzeiten, ganzjährig befischt werden. Weiterhin sind die Pachtgrenzen zu beachten. Näheres ist der Gewässerordnung zu entnehmen.


Hinweis:
Teile der Pachtstrecke liegen im Naturschutzgebiet „Polder I im Hochwasserrückhaltebecken Salzderhelden“ bzw. „Leineniederung Salzderhelden“ (vgl. Karte weiter oben auf dieser Seite). Die behördlichen Bestimmungen dazu können auf den Internetseiten des NLWKN eingesehen werden:

NSG BR 130 „Leineniederung Salzderhelden“
betrifft die Leine linksseitig von der Stöckheimer Beeke abwärts bis zur Mündung des Salzgrabens Sülbeck
Verordnungstext
detaillierte Verordnungskarte

NSG BR 097 „Polder I im Hochwasserrückhaltebecken Salzderhelden“
betrifft die Leine linksseitig vom Salzgraben Sülbeck bis zum Abschlussbauwerk Salzderhelden (Stauwehr), Dieser Bereich darf nur auf Teilstrecken am Beginn und Ende betreten werden!
Verordnungstext
detaillierte Verordnungskarte


Gastkarten

Der Fischereiverein Einbeck e.V. gibt für seine Gewässer ausnahmslos keine Gastkarten aus.